HausArztPatientenMagazin

 

Dieses Magazin liegt in vielen Praxen für Sie aus. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hausärzteverband entwickelt - für eine bessere Arzt-Patienten-Kommunikation.

 

 

 

            3. Quartal 2020

 

Ärzte aus der Region schreiben für das HausArztPatientenMagazin

Viren – die unsichtbare Gefahr - was kann jeder einzelne tun?!

"Hatschi" macht Frau Decker als Sie im Wartezimmer ihrer Hausarztpraxis sitzt. Dabei kommt die Nießattacke so plötzlich, dass sich Frau Müller gar nicht mehr die Hand vor den Mund halten kann, sondern einfach in die Luft nießt. Ein alltägliches Szenario nicht nur in der Arztpraxis , sondern überall wo sich die Menschen aufhalten. Bisher wusste jeder, dass Handygiene wichtig ist, aber in Zeiten von Corona und Co ist man nun viel sensibilisierter für das Thema und überall in den Medien gibt es Tipps und Tricks wie man sich denn am besten zu verhalten hat.

Aber wie kann man sich am besten vor einer Ansteckung schützen?!

Um eine grippale Infektion auslösen zu können müssen Viren Kontakt zur Rachen-schleimhaut bekommen. Dies passiert hauptsächlich über Tröpfcheninfektion, also wenn bspw. ohne Schutz in die Luft gehustet wird. Aber auch eine Übertragung über Haut-kontakt (bspw. in die Hand husten) oder Oberflächen ist möglich. Um sich nicht anzu-stecken müssen deshalb bestimmte Hygienemaßnahmen eingehalten werden, wie bspw. in ein Taschentuch husten und anschließend entsorgen oder in die Ellenbeuge nießen. Regelmäßiges Händewaschen, Händedesinfektion oder das Vermeiden von Hände-schütteln ist somit unerlässlich um eine Ansteckung zu verhindern. Dies gilt insbesondere in der "Grippesaison" oder wenn man selber gerade einen Infekt durchmacht. Seien Sie deshalb nicht bedrückt, wenn ihr Hausarzt Sie mit einem freundlichen Nicken anstatt eines Händeschüttelns begrüßt. Ihre Gesundheit liegt ihm am Herzen.

Diese und weitere Hygienetipps, eine genaue Anleitung zum Händewaschen und welche weiteren Maßnahmen vor einer Ansteckung schützen finden Sie im Internet auf www.infektionsschutz.de.

Das besondere an Viren ist, dass sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen und deshalb zum Überleben und Vermehren eine Wirtszelle benötigen in der Sie ihr Erbgut einbringen. Es gibt unterschiedliche Virustypen mit unterschiedlichen Eigenschaften. So muss die Übertragung nicht immer über Tröpfcheninfektion erfolgen, eine fäkal-orale Übertragung über bspw. Schmierinfektion wie beim Norovirus ist möglich oder parenteral (also unter Umgehung des Verdauungstraktes) über Bluttransfusion oder ungeschützten Geschlechtsverkehr wie bei HIV (Humanes-Immundefizienz-Virus). Das Erregerreservoir (also wo sich die Viren am besten aufhalten können) muss nicht immer der Mensch sein, so ist z. B. das FSME-Virus hauptsächlich in Nagetieren vorzufinden und wird über einen Vektor (hier die Zecke) übertragen, indem sich die Viren in der Speicheldrüse der Zecke vermehren und bei einem Biss direkt auf den Menschen übertragen werden können.

Bei einigen Viruserkrankungen wie bspw. den Influenzaviren gibt es einen Impfstoff. Da in diesem Fall die Impfung ein Totimpfstoff ist (also bereits abgetötete Erreger) mit saisonal wechselnden Subtypen der Influenzaviren, muss jährlich aufgefrischt werden, um einen bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Es gibt auch Lebendimpfstoffe wie bspw. den Kombinationsimpfstoff gegen Mumps-/Masern-/Rötelnviren. Hier werden abgeschwächte Krankheitserreger s.c. verabreicht, die sich zwar noch vermehren, aber keine Infektion mehr auslösen können.

Im Falle von SARS-CoV-2 ("Coronavirus``) gibt es noch keinen Impfstoff. Unser Immunsystem ``kennt`` dieses Virus noch nicht genau und kann in seinem immunologischen Gedächtnis auf nichts zurückgreifen, weswegen v.a. Menschen mit geschwächtem Immunsystem aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen größeren Risiken ausgesetzt sind. Hier gilt es nochmal im besonders strengen Maß die Einhaltung von Hygienemaßnahmen zu beachten, da es noch keinen anderen Schutz gibt.

Im Alltag kann deshalb jeder Mensch durch Einhaltung von Hygieneregeln und regelmäßiger Kontrolle des Impfstatus durch den Hausarzt die Ausbreitung von Viruserkrankungen verringern und somit nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen die ein geschwächtes Immunsystem haben schützen.

Bleiben Sie gesund,

Dr. med. Margarete Heibl

Viren – die unsichtbare Gefahr - was kann jeder einzelne tun?!
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