aktuelles Rundschreiben

Update - TSVG für Hausärzte

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,                                                                       13.05.2019

nach der Unterschrift des Bundespräsidenten und der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am Freitag, ist das TSVG am Samstag in Kraft getretenen. Für den Moment ändert sich jedoch nichts an unserer Einschätzung, „dass zum aktuellen Zeitpunkt kein übersteigerter Handlungsdruck besteht, freie Termine kurzfristig an die TSS zu melden. Bitte bedenken Sie außerdem, dass jeder über die TSS vermittelte Termin mehrere Euro Verwaltungskosten auslöst, die dann alle Hausärzte und Fachärzte in Niedersachsen zahlen müssen. Das bedeutet, es entsteht ein „linke Tasche, rechte Tasche“-System, da Zuschläge gleich wieder für Verwaltung ausgegeben werden. Dies gilt sowohl für Hausärzte als insbesondere auch für Fachärzte (mit denen man dann eventuell mal telefonisch sprechen muss, sofern ganze Terminsysteme dort umgestellt werden…). Deutlich besser geeignet für die Patientenversorgung als auch für das Honorar von Haus- und Fachärzten und zur Begrenzung von Verwaltungskosten ist die geplante Vermittlung von Terminen über den Hausarzt, für die wir Hausärzte 10 Euro pro Vermittlung ab 1. August erhalten sollen. Die Terminvermittlung über die TSS fördert eine Zufallsverteilung von Patienten, aber nicht deren qualifizierte Versorgung.“

Als Hausärzteverband Braunschweig fordern wir im Kontext der TSS eine koordinierte Terminvermittlung durch eine „Termindirektbuchungsoption vom Hausarzt beim Facharzt“. Nur eine direkte online-Terminbuchung durch den Hausarzt beim Facharzt ist für den Patienten sinnvoll. Die aktuelle Vermittlung eines Termins durch Call-Center-Agents kann, aufgrund zunehmender Subspezialisierung der Facharztgruppen und fehlenden Wissens der regionalen Strukturen, die im Einzelfall richtige Patientenzuweisung nicht sinnvoll erledigen.

Update TSVG
Rundschreiben_UPDATE_TSVG_TSS.pdf
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